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Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Ein FSJ ist ein gesetzlich geregelter Freiwilligendienst für junge Menschen. Wer seine Vollzeitschulpflicht erfüllt und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, kann ein FSJ leisten. Das FSJ beginnt in der Regel am 1. September und endet am 31. August des Folgejahres. Der freiwillige Dienst wird ganztägig als überwiegend praktische Hilfstätigkeit in gemeinwohl-orientierten Einrichtungen geleistet. Dies sind insbesondere Einrichtungen der Wohlfahrtspflege, der Kinder- und Jugendhilfe oder der Gesundheitspflege. Im Rahmen spezieller FSJ-Projekte kann der freiwillige Dienst auch in den Bereichen Kultur, Denkmalpflege, Politik, Sport oder Pädagogik geleistet werden.

Das FSJ wird in Sachsen seit 1992 durchgeführt und vom Land als besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements gefördert. Es soll bei jungen Menschen die Bereitschaft zu gemeinnützigem Handeln fördern, ein Verständnis für soziale Fragen entwickeln und ihre Verantwortungsbereitschaft stärken.

Für ihren Dienst erhalten die Freiwilligen keinen Lohn sondern ein Taschengeld. Dieses beträgt mindestens 150 Euro im Monat. Unterkunft und Verpflegung werden unentgeltlich zur Verfügung gestellt; ist dies nicht möglich, erhalten die Freiwilligen hierfür eine pauschale Erstattung. Während eines zwölfmonatigen FSJ werden den Freiwilligen insgesamt 25 Bildungstage angeboten. Die Teilnahme an den Seminaren ist Pflicht und gilt als Dienstzeit. Die Teilnehmer sollen an der Gestaltung der Seminare mitwirken. Für die Dauer des FSJ steht den Freiwilligen eine pädagogische Fachkraft des FSJ-Trägers als Ansprechpartner zur Verfügung.

Wer sich für ein FSJ interessiert, wendet sich bitte an die Träger. Einheitliche Bewerbungsfristen gibt es nicht. Jedoch sollten Bewerbungen bis zum 31. März bei dem gewünschten Träger vorliegen.

Junge Menschen, die einen FSJ-Platz suchen oder Einrichtungen, die Interesse am Einsatz von Freiwilligen haben, können sich an in Sachsen zugelassene FSJ-Träger wenden. Diese Träger sind für die Durchführung des FSJ verantwortlich; sie sind an rechtlichen Regelungen des Landes und des Bundes gebunden. Die Träger organisieren die Dienste in den Einsatzstellen, gewährleisten die Gesamtfinanzierung und die pädagogische Begleitung der Freiwilligen. Unabhängig vom Sitz des Trägers bieten viele Träger überregional Plätze an.