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Sozialversicherung

Auch bei freiwillig engagierten Personen ist die für einen Schutz in der gesetzlichen Sozialversicherung in der Regel maßgebende »versicherungspflichtige Beschäftigung« davon abhängig, ob ein »Arbeitsentgelt« gezahlt wird und entsprechend Beiträge an die Sozialversicherung entrichtet werden.

Gesetzliche Krankenversicherung

Im Hinblick auf den Schutz bei Krankheit geht man davon aus, dass regulär eine Krankenversicherung vorhanden ist. Eine zusätzliche Krankenversicherung ist daher bei freiwilligem Engagement nicht erforderlich.

Soziale Pflegeversicherung

Auch im Hinblick auf die Soziale Pflegeversicherung geht man davon aus, dass regulär eine Pflegeversicherung vorhanden ist, da dies bei etwa 90 Prozent der Gesamtbevölkerung der Fall ist. Eine zusätzliche Pflegeversicherung ist daher bei freiwilligem Engagement nicht erforderlich.

Gesetzliche Rentenversicherung

Wenn Sie nicht schon pflichtversichert sind, können Sie sich als bürgerschaftlich Engagierter freiwillig versichern, allerdings müssen Sie die Beiträge dafür selbst tragen.

Gesetzliche Arbeitslosenversicherung (ALV)

Bei ehrenamtlichem Engagement handelt es sich grundsätzlich nicht um beitragspflichtige Tätigkeiten. Es hat somit keine unmittelbare Relevanz für die Gesetzliche Arbeitslosenversicherung. Eine momentane Arbeitslosigkeit stellt kein Hindernis für die Übernahme eines Ehrenamtes dar. Die Leistungsansprüche aus der ALV oder Ansprüche auf Arbeitslosenhilfe bleiben innerhalb gesetzlich definierter Grenzen bestehen. In Absprache mit dem Arbeitsvermittler kann man sich - ohne den Leistungsanspruch zu verlieren - ehrenamtlich engagieren.

Bei Jugendfreiwilligendiensten sind vom Träger des Dienstes oder von der Einsatzstelle Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abzuführen.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz